So entsteht eine
Verkehrsmeldung

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«Lebenszyklus» einer Verkehrsmeldung

Der Prozess ist immer der gleiche: Kommt es auf Strasse oder Schiene zu einer Störung, wird dieses Ereignis als Verkehrsmeldung erfasst und anschliessend für die Ausgabe in unterschiedlichen Medien bearbeitet. Dann gelangt die Verkehrsmeldung über verschiedene Kanäle, z.B. via Navigationsgerät, Radio oder Internet zu den Verkehrsteilnehmenden.

Zuverlässige Quellen

Wichtigste Quellen für Informationen über Verkehrsstörungen sind für Viasuisse sämtliche Polizeikorps der Schweiz, die Verkehrsmanagementzentrale (VMZ) des Bundesamtes für Strassen, Staumelder, eine Vielzahl eigene Webcams und Live-Traffic-Dienste. Letzter stützen sich u.a. auf Tracking-Daten von Fahrzeugflotten.

 

Details über die Quellen von Viasuisse

Erfahrene Verkehrsredaktion

Für zuverlässige Verkehrsmeldungen sind technische Hilfsmittel unerlässlich. Die Bewertung und Aufbereitung einer Verkehrsmeldung fürs Radio erfolgt jedoch manuell. In der Verkehrsredaktion von Viasuisse wird in drei Landessprachen gearbeitet. Die Redaktoren redigieren Verkehrsmeldungen so, dass sie 1:1 von den Radios übernommen werden können, und priorisieren sie nach Dringlichkeit. Wird Viasuisse beispielsweise über einen Falschfahrer informiert, findet die Meldung innert einer Minute den Weg über die Radiosender zu den Verkehrsteilnehmenden. Der Moderator unterbricht das laufende Programm und informiert bis zum Wiederruf über die Gefahr. Bei Verkehrsvorkommnissen, die grössere Störungen verursachen, werden die Radiostationen wenige Minuten nach Meldungseingang informiert. Sie informieren ihrerseits die Verkehrsteilnehmenden schnellstmöglich. Bei Verkehrsstörungen mit geringem Ausmass oder Verkehrsüberlastungen wird das Programm nicht unterbrochen; die Verkehrsmeldung wird in der nächsten regulären Verkehrsübersicht gemeldet.

Etablierte und neue Verbreitungskanäle

Radiosender informieren bei Störungen – gestützt auf die Meldungen von Viasuisse – im 30-Minuten-Takt über die aktuelle Verkehrssituation. Ausserdem beliefert die Verkehrsnachrichtenredaktion diverse Live-Traffic-Dienste, Hersteller von Navigationsgeräten, Webapplikationen und Verkehrs-Apps für Smartphone

Informationen über Störungen im Strassen- oder Schienenverkehr gelangen auf drei möglichen Wegen zu Viasuisse:

Externe Fachinformation

Viasuisse wird von der Polizei oder der Verkehrsmanagementzentrale (VMZ) über eine Verkehrsstörung informiert. Die Meldung wird auf einer Online-Plattform – die ausschliesslich für die Produktion von Verkehrsnachrichten genutzt wird – erfasst und unmittelbar über den RDS-TMC (Radio Data System –Traffic Message Channel) auf allen Navigationsgeräte eingespielt. In der Verkehrsredaktion bearbeitet ein Redaktor die Meldung weiter und übermittelt sie an die Radiostationen, die Viasuisse mit Verkehrsnachrichten beliefert.

Hinweise der Staumelder

Eine wichtige Quelle für Verkehrsmeldungen sind Staumelder. Sie erleben hautnah, wie sich der Verkehr verhält. Über gratis Hotlines oder Apps finden ihre Hinweise den Weg zu Viasuisse. Oft stehen die Staumelder ohne den Grund zu kennen in der Kolonne. Viasuisse geht der Information nach und findet meist nach Rücksprache mit der KAPO oder der VMZ den Grund für die Verkehrsstörung. Die Meldung ist bestätigt und wird im Produktionssystem erfasst, umgeschrieben und gelangt ins RDS-TMC-Netz und ins Radio.

Technische Hilfsmittel

Viasuisse verfügt entlang vielbefahrener Autobahnabschnitte über eigene Kameras. Zudem stellen Online-Live-Traffic-Dienste die aktuelle Verkehrssituation auf den Autobahnen grafisch dar. Anhand der Geschwindigkeitsangaben und den berechneten Zeitverlusten lässt sich die Situation beurteilen. Bemerkt ein Verkehrsredaktor eine Verkehrsstörung auf den Kameras oder auf den Live-Traffic-Diensten, erfasst er die Meldung direkt oder geht dem Grund für die Störung nach. Mit dem Erfassen der Meldung erscheint die Information über die Verkehrsstörung auf dem RDS-TMC-Netz. Fürs Radio schreibt ein Redaktor die Meldung um.